Was ist Gebäudereinigung in der Höhe?
Unter Gebäudereinigung in der Höhe versteht man die Reinigung von Außen- und Innenbereichen an hochgelegenen oder schwer zugänglichen Stellen, z. B. Glasfassaden, Attiken, Vordächer, Lamellen, Werbeanlagen oder Dachränder. Die Arbeiten erfolgen mit abgestimmten Reinigungsverfahren (z. B. entmineralisiertes Wasser, manuelle Nassreinigung, Bürstensysteme) und unter Berücksichtigung von Untergrund, Verschmutzungsart und Umwelteinflüssen. Wesentlich sind eine geeignete Zugangsmethode, ein tragfähiges Sicherheitskonzept und der Schutz von Personen und Sachwerten im Umfeld.
Ziel
Saubere, funktionsfähige und optisch gepflegte Gebäudeoberflächen an schwer erreichbaren Stellen – bei minimaler Beeinträchtigung des Betriebs.
Typisch für
Glas- und Metallfassaden, Atrien, Vordächer, Industriegebäude, Parkhäuser, Hochhäuser sowie Bereiche über Verkehrsflächen oder empfindlichen Anlagen.
Ergebnis
Entfernung von Schmutz, Ablagerungen und Bewuchs; verbesserte Optik und Sicht; reduzierte Korrosions- und Materialschäden durch regelmäßige Pflege.
Ablauf einer Gebäudereinigung in der Höhe
Ein strukturierter Ablauf reduziert Risiken und stellt sicher, dass Reinigungsmittel, Verfahren und Zugangstechnik zum Objekt passen. Vor Ort werden Anschlagpunkte, Verkehrswege und Schutzmaßnahmen abgestimmt. Abschließend werden Ergebnis und Auffälligkeiten dokumentiert.
1) Vorbereitung
- Objektaufnahme: Materialien, Verschmutzungsgrad, sensible Bereiche (z. B. Beschichtungen, Dichtstoffe, PV-Module)
- Zugangskonzept wählen (Seilzugang, Bühne, Gerüst) inkl. Rettungskonzept und Absperrplanung
- Reinigungsverfahren festlegen: Wasserqualität, Chemieeinsatz nur bei Bedarf, Umweltschutz und Abwasserführung klären
2) Prüfung vor Ort
- Sichtprüfung der Arbeits- und Anschlagpunkte sowie der Randbedingungen (Wind, Witterung, Publikumsverkehr)
- Einrichten von Absperrungen, Warnbereichen und Schutz gegen herabfallende Gegenstände
- Durchführung der Reinigung mit Material- und Oberflächenschutz (z. B. kratzarme Werkzeuge, kontrollierte Wasserführung)
3) Auswertung & Empfehlungen
- Abnahme der gereinigten Flächen, ggf. Nacharbeit an Problemzonen
- Dokumentation von Auffälligkeiten (z. B. Risse, lose Bauteile, undichte Fugen) als Hinweis für Instandhaltung
- Empfehlung von Reinigungsintervallen und geeigneten Verfahren für die jeweilige Oberfläche
Was wird typischerweise geprüft?
Der Leistungsumfang richtet sich nach Gebäudegeometrie, Material und Zugänglichkeit. Häufig werden Reinigung und eine einfache Sichtkontrolle kombiniert, um Schäden früh zu erkennen. Abgrenzung: Technische Prüfungen oder Instandsetzungen sind separate Leistungen.
Fassade & Gebäudehülle
- Glas- und Rahmenreinigung inkl. Pfosten-Riegel-Konstruktionen, Fensterbändern und Glasdächern
- Reinigung von Metall-, Stein- oder Verbundfassaden, Lamellen und Sonnenschutzanlagen (materialschonend)
- Entfernung von Algen-/Moosbewuchs und atmosphärischen Ablagerungen, soweit ohne Beschädigungsrisiko möglich
- Reinigung von Vordächern, Attiken, Gesimsen sowie schwer zugänglichen Nischen und Rücksprüngen
Dach & Aufbauten
- Reinigung von Dachrändern, Attiken, Lichtkuppeln und Oberlichtern
- Entfernung von Laub und Ablagerungen an Dachentwässerungskomponenten (in Abstimmung mit Dachrinnenreinigung)
- Reinigung von Aufbauten wie Lüftungshauben, Geländern oder Technikverkleidungen
- Sichtkontrolle auf lose Teile, Korrosion oder Undichtigkeiten als Hinweis für weitere Maßnahmen
Warum Seilzugangstechnik oft ideal ist
Seilzugangstechnik ermöglicht den Zugang zu Fassaden und Bauteilen ohne großflächige Aufbauten und mit kurzer Rüstzeit. Dadurch lassen sich Reinigungen häufig flexibel, punktgenau und mit geringer Beeinträchtigung von Betrieb und Umfeld durchführen. Besonders bei komplexen Geometrien, Rücksprüngen oder überbauten Bereichen ist die Positionierung am Seil oft effizienter als mit Bühne oder Gerüst. Voraussetzung sind geeignete Anschlagpunkte bzw. ein tragfähiges Zugangskonzept sowie klare Absperr- und Rettungsmaßnahmen.
Dokumentation & Ergebnisbericht
Eine nachvollziehbare Dokumentation unterstützt Qualitätssicherung, Terminplanung und Instandhaltung. Sie schafft Transparenz über bearbeitete Bereiche, eingesetzte Verfahren und festgestellte Auffälligkeiten. Umfang und Detailgrad werden objektspezifisch vereinbart.
Typische Inhalte eines Berichts
- Leistungsnachweis mit Bereichen/Ansichten und Bearbeitungsdatum
- Fotodokumentation vor/nach der Reinigung (optional nach Zonen)
- Angaben zu Reinigungsverfahren und eingesetzten Mitteln (sofern verwendet)
- Hinweise auf Auffälligkeiten an Bauteilen (z. B. lose Abdeckungen, beschädigte Dichtungen) ohne technische Bewertung
- Empfehlung zu Reinigungsintervallen und Zugangskonzept für Folgetermine
FAQ: Gebäudereinigung in der Höhe
Wann ist Seilzugang statt Hubarbeitsbühne sinnvoll?
Seilzugang ist häufig sinnvoll, wenn die Stellflächen für eine Bühne fehlen, Zufahrten eingeschränkt sind oder die Fassade viele Rücksprünge und Überhänge hat. Auch bei punktuellen Reinigungen oder kurzen Einsätzen kann die geringere Rüstzeit ein Vorteil sein. Die Entscheidung hängt von Objekt, Sicherheitsanforderungen und Wirtschaftlichkeit ab.
Welche Faktoren bestimmen das Reinigungsverfahren?
Entscheidend sind Material und Zustand der Oberfläche, Art der Verschmutzung (z. B. Staub, Ruß, Algen), Wasserhärte sowie Umgebungsbedingungen wie Wind und Abtropfbereiche. Ziel ist ein wirksames, materialschonendes Verfahren; chemische Mittel werden nur eingesetzt, wenn erforderlich und zulässig.
Wie wird die Sicherheit für Passanten und Mitarbeitende gewährleistet?
Typisch sind Absperrungen und Warnbereiche, Maßnahmen gegen herabfallende Gegenstände sowie eine abgestimmte Arbeits- und Rettungsorganisation. Zusätzlich werden Zugangspunkte, Arbeitsmittel und Wetterbedingungen vor Beginn geprüft. Der konkrete Umfang richtet sich nach Lage, Publikumsverkehr und Risiko.
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